Technisches Konzept
Bei der Bosman handelt es sich ursprünglich um eine Wasserpumpe. Der Mühlenkopf ist sehr einfach aufgebaut. Vier Blechflügel fangen den Wind ein und übertragen die Energie direkt über ein Winkelgetriebe auf eine Welle, die vertikal nach unten führt. Die Welle treibt dann die Kreiselpumpe an. Die Anlage regelte sich selbständig durch einen Schwimmer, der sich mit dem Wasserspiegel der Einlaufseite herauf und herunter bewegt. Diese Schwimmerbewegung wird über einen Hebel- und Gestängemechanismus an zwei Windfahnen übertragen.
Die Hilfsfahne ist parallel zum Rotor und die Hauptfahne parallel zur Rotorachse angeordnet. Beide Windfahnen können vertikal stehen oder horizontal liegen. Ist der Wasserspiegel hoch, so bewirkt der Schwimmer, dass die Hauptfahne vertikal steht und die Hilfsfahne horizontal liegt.
Die stehende Hauptfahne bietet dem Wind eine Angriffsfläche und dreht den Rotor in den Wind. Die Anlage läuft.
Ist der Wasserspiegel niedrig, so steht die Hilfsfahne vertikal und dreht den Rotor somit aus dem Wind. Bei Sturmwarnung muss der Hebelmechanismus nach unten in tiefster Stellung verriegelt werden. Die Mühle dreht hierdurch automatisch aus dem Wind.
Dieses Windrad wurde zur privaten Stromerzeugung umgebaut. Hierfür wurde die Pumpe entfernt und ein zusätzliches Getriebe eingebaut. An die nun wieder horizontal laufende Welle wurden zwei Generatoren angeflanscht. Diese erzeugte Energie mit variabler Spannung und Frequenz. Diese Energie wurde vom Betreiber zum Heizen genutzt. Weiterhin konnten auch Batterien über eine Lichtmaschine geladen werden.